Archiv der Kategorie 'Texte'

KAF: Nein zum Krieg, Nein zu Diktator*innen und Staaten, Nein zu Unternehmen, Nein zu Religionen, Nein zum Nationalismus

Kurdischsprachiges Anarchistisches Forum (KAF)

+++ Dokumentation +++

Liebe anarchistische Genoss*innen, egal wo ihr seid,

wir Anarchist*innen erklären, dass wir gegen Krieg, Militärangriffe und Milizen sind. Wir lehnen das Töten von Zivilist*innen und die Angriffe auf Dörfer, Gemeinden und Städte ab, bei denen unschuldige Menschen getötet und ihre Wohnorte beschädigt und zerstört werden.

Wir glauben nicht, dass Staaten oder irgendeine Gruppe das Recht hat jemand anderen anzugreifen aufgrund von Religion, Nationalität, Landstreitigkeiten usw. Wir sind überzeugt, dass ungeachtet ihrer Rechtfertigung, diese Angriffe und Kriegstreiberei bloß ein Angriff auf Freiheit und Menschlichkeit sind.

Unsere Haltung und unser Standpunkt gegen den aktuellen Krieg, den der Türkische Staat gegen Afrin und das übrige Rojava samt seiner Bürger*innen begonnen hat, ist nicht darin begründet, dass wir kurdisch oder kurdisch-sprechend sind. Wir sind aus Prinzip gegen alle Kriege an allen Enden der Welt.
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Solidarität mit Aufständen im Iran

+++ Dokumentation +++

Was steckt hinter den Parolen?

Die Frauen* im Iran waren bislang – wie üblich in der Welt – Teil von
Protestbewegungen.
Was hören wir heute von ihnen? Nichts bis wenig.
Gibt es spezifische Forderungen von und für Frauen*? nein
Gibt es geschlechtsbezogene Parolen? Ja, von Männern* bzw. aus
patriarchaler Perspektive und entsprechend sexistisch/ frauenfeindlich.

Das iranische Regime ist extrem rassistisch und in den Forderungen widerspenstiger Gruppen tauchen Geflüchtete und vermeintlich
ausländische Menschen nicht auf. Rassismus gegenüber Afghanischen Menschen kann das beispielhaft belegen. Diese Bevölkerungsgruppe ist
besonders bedroht von Abschiebung. Dokumente werden verweigert und afghanische Männer werden gezielt nach Syrien geschickt, um dort für
iranische Interessen zu sterben. Als Lohn wird ihr Aufenthalt im Iran verlängert, bzw. der ihrer Familien in Aussicht gestellt. Das Kind eines
afghanischen Mannes und einer iranischen Frau kann potentiell abgeschoben werden, da die Nationalität vom Vater kommt. In der
Gesellschaft setzt sich dieser Rassismus fort, indem Kaufleute afghanischen Menschen ihre Waren, seien es Wohnungen, Autos oder
anderes, verweigern.

Eine inner-iranische Protestbewegung, die diese Zustände ignoriert, wird dies auch in einem angeblich reformierten Iran tun. Ohne die Solidarität
zwischen Iraner_innen und Afghan_innen fehlt dem Aufstand die revolutionäre Basis.
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Solidarität mit der FAG (Brasilien)

Solidarität mit den anarchistischen Gefährt*innen der Federação Anarquista Gaúcha (FAG) in Brasilien

Am 25. Oktober 2017 leitete die Polizei von Rio Grande do Sul eine Untersuchung ein, die als Operation Erebus bekannt war. Das Hauptziel dieser Polizeiaktion ist es, die anarchistischen Aktivist*innen der Federação Anarquista Gaucha (FAG) zu kriminalisieren. Mit Hilfe desstaatlichen Repressionsapparates wurde das alte Hauptquartier der FAG überfallen, Computer, USB-Sticks und HFestplatten beschlagnahmt, somit wie Plastikflaschen, von denen die Polizei sagte, sie würden dazu dienen, hausgemachte Bomben herzustellen.

Mindestens 30 Aktivist*innen wurden wegen Bandenbildung, Sprengstoffanwendung und versuchten Mordes angeklagt. Diese Angriffe werden von den größten brasilianischen Medien (A Rede Globo), veröffentlicht, die die Kriminalisierung der Anarchist*innen verstärken und sie als Neonazis bezeichnen – was absurd ist, da der anarchistische Kampf auch ein antifaschistischer Kampf ist – womit sie einen Diskurs des Terrors verbreiten und versuchen, die radikalsten und kämpferischsten Bewegungen in Brasilien zu demoralisieren.

Wir schreiben diesen Brief zur Unterstützung des Kampfes und des Widerstands der Gefährt*innen angesichts all der Angriffe und politischen Verfolgungen, die gemeinsam von der Polizei und den Medien durchgeführt werden, die den anarchistischen Kampf kriminalisieren und demoralisieren wollen. Wir wissen, dass Brasilien ständig unter den Terroranschlägen des Staates leidet, besonders in diesem Moment, in dem die neoliberale Politik, die von der Dilma-Regierung initiiert wurde, in der Temer-Regierung intensiviert wurde. Wir wissen, dass das, was geschehen ist, kein Einzelfall ist, und dass dies eine Strategie unserer Feinde ist, um die Angriffe den Anarchist*innen zu verstärken.

Für den Internationalismus und die Emanzipation der Arbeiterklasse!
Solidarität mit denen, die kämpfen!
Kämpfen ist kein Verbrechen!

IFA Brasil

Siehe auch:

„Nota de denúncia e perseguição política de anarquistas no Rio Grande do Sul, ou, uma denúncia de “Apate” e sua perseguição a “Érebo”

http://anarkio.net/index.php/site-map/articles/14-sample-data-articles/101-ifabr-komunika-005

Kurdistan: Gegen Staat und Krieg (KAF)

Das Kurdischsprachige Anarchistische Forum (KAF) hat eine aktuelle Stellungnahme mit dem Titel „Gegen Staat und Krieg – Für Selbstverwaltung und soziale Revolution“ gegen den Angriff der irakischen Armee – und schiitischer Milizen – auf das Gebiet der Kurdischen Regionalregierung (KRG) veröffentlicht. Gleichzeitig lehnen die den Autonomieanspruch der dortigen Peshmerga-Regierung als autoritären Nationalismus ab. Klanchef Barzani will damit die Bevölkerung vom Sozialabbau und der Wirtschaftskrise ablenken.

Als Antimilitarist*innen ruft das KAF nun Genoss*innen auf der ganzen Welt zu Solidaritätserklärungen gegen den nationalistischen Bürgerkrieg im Irak auf. Sie rufen auch die Anarchist*innen arabischer, persischer, türkischer und syrischer Sprache zur Unterstützung auf im Kampf für eine antikapitalistische Selbstverwaltung ohne sexuelle oder kulturelle Ausbeutung und Unterdrückung.

Mehr unter
https://anarkistan.com/2017/10/18/no-to-state-no-to-war-yes-for-self-administration-and-the-social-revolution/

Bericht über die 3. Libertären Wochen

Im Mai und Juni 2017 fand zum dritten Mal die Veranstaltungsreihe „Libertäre Wochen“ in Köln statt, zu denen das Anarchistische Forum als Veranstalter*in eingeladen hatte. Im Gegensatz zu den vorherigen Terminen war das Allgemeine Syndikat der FAU-IAA nicht mehr dabei, da es sich bereits Ende 2016 aufgelöst hat. Auch keine andere Gruppe, die angefragt wurde, sah sich in der Lage einen eigenen Beitrag zu leisten. Aber gemeinsam mit dem Autonomen Knastprojekt und dem Anarchosyndikalistischen Netzwerk (ASN Köln) konnte im Mai und Juni auf 13 Veranstaltungen eine bunte Themenvielfalt geboten werden.

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ANARCHIE IST ANDERS! Ein kritischer Aufruf zur MadPride 2017

Als Anarchist*innen freuen wir uns, dass es mit der MadPride in Köln nun eine jährliche Demonstration „gegen Diskriminierung und Ausgrenzung“ gibt. Auch wir versuchen mit anderen Menschen in freier Vereinbarung und gleichberechtigt „solidarisch zusammenzustehen“.

Doch wir haben auch Kritik an der kommerziellen Ausrichtung des Sommerblut-Kulturfestivals und an einigen Sichtweisen der aufrufenden Organisationen. Trotzdem kritisieren wir das Motto „für Freiheit, Vielfalt und Teilhabe für alle Menschen – unabhängig von Behinderung, ethnischer und sozialer Herkunft, Alter, Geschlecht und sexueller Orientierung.“

Nicht, dass wir diese eigenständigen, sich aber teilweise überschneidenden Ausgrenzungen befürworten würden – im Gegenteil: Wir sehen das Zusammenwirken verschiedener Diskriminierungsformen in einzelnen Person als eine systematische Verflechtung von Unterdrückung und Ausbeutung (Intersektionalität). Daher möchten wir mit unseren Anregungen einige Schritte weiter gehen:

Wer ist denn „verrückt“, wenn der Wahnsinn System hat?
Diese Gesellschaft grenzt abweichendes Verhalten schnell als „krank“, „abartig“ oder „kriminell“ aus.

Wer ist denn „behindert“, wenn sich die Gesellschaft selbst im Weg steht?
Die Institutionen sind es, die jede*n an einer freien Entfaltung hindern.

Wer ist denn „asozial“, wenn der Markt uns zu Konkurrenz und Egoismus zwingt?
Der Kapitalismus verstümmelt unsere Lebensqualität und die Natur.

Lassen wir uns nicht länger an den Rand der Gesellschaft drängen!
Protestieren wir gemeinsam gegen die Vermarktung unserer Körper
und gegen die BeHERRschung unserer Sinne.

Wir schließen uns auch den Forderungen der Antipsychiatrie-Bewegung an:
- Abschaffung von Zwangsbehandlung und Folter!
- Weniger Fixierungen und keine Videoüberwachung!
- Keine Entmündigung durch „Betreuung“!
- Gegen Ausgrenzung und Rassismus!
- Für Selbstorganisation und Selbsthilfe der Betroffenen!
- Für eine Psychiatrie ohne Psychopharmaka!

Außerdem unterstützen wir die feministische Forderung nach einem Recht auf Abtreibung. Aber gleichzeitig kritisieren wir den zunehmenden Einsatz von vorgeburtlichen Untersuchungen (PND), welche die Schwangeren unter extremen gesellschaftlichen Druck setzen, ihren „behinderten“ oder „kranken“ Fötus abzutreiben. Vor allem die Tests der Präimplantationsdiagnostik (PID) versuchen „Erbkrankheiten“ und andere „Anomalien“ auszumerzen.

Dabei wird praktisch die Eugenik angewendet, obwohl dies aus ethisch-politischen Gründen höchst umstritten ist – vor allem im Gedenken an alle Opfer der NS-Euthanasie und der rassistischen Vernichtung von „unwertem Leben“. Aus diesem Grund fordern wir auch für alle Betroffenen ein Recht auf Nicht-Abtreibung!

Ebenso beanspruchen wir ein eigenständiges Recht auf Krankheit! Und entsprechend dem Motto des diesjährigen Sommerblut-Festivals: Ein Recht auf Rausch

Kämpfen wir für ein selbstbestimmtes Leben in Würde für alle und für Selbstverwaltung auf allen Ebenen!

Treffen wir uns am So 21.05. ab 14 Uhr am Bhf. Köln-Ehrenfeld (Stammstraße) bis zum Odonien

Anarchistisches Forum Köln,
http://anarchistischesforumkoeln.blogsport.de/

Wahlboykott 2017

Selbstorganisation statt Parlamentarismus!

Auch bei den Landtags- und Bundestagswahlen 2017 gilt:
Aktiver Wahlboykott!

Statt zur Wahlurne zu gehen:
Raus auf die Straße (oder besetzt leerstehende Häuser…)

Arbeitslose und Arbeiter/innen gemeinsam -
Gegen Kapitalismus und Zwangsdienste!

Organisiert Euch in Selbstverwaltung:
- im Stadtteil
- am Arbeitsplatz
- in Schule oder Uni

Schließt Euch zusammen zu Bezugsgruppen, Vollversammlungen, Syndikaten und Föderationen anstatt in Parteien oder Betriebsräten!

Erhebt Eure Stimme, gebt sie nicht ab!
Keine Macht für Staat und Kapital!

Anarchistisches Forum Köln
anarchistischesforumkoeln.blogsport.de

Links:
http://anarchismus.de/wahlboykott/wahlen.htm,
http://antiwahl.noblogs.org/,
http://www.graswurzel.net/archiv/antiparlamentarismus.shtml,
http://www.projektwerkstatt.de/hoppetosse/antiwahl/,
http://schwarze.katze.dk/doku/wahl.html

Wahlen ändern nichts - sonst werden sie verboten!

Spendet für Anarchist*innen auf Kuba

Spendenkampagne für ein soziales und libertäres Zentrum in Havanna

Aufruf des „Taller Libertario Alfredo López“, die vom 3.-12. Mai schon zum dritten Mal die Aktionswoche „Libertärer Frühling“ vorbereiten:

Nach vielen Jahren öffnen sich die Grenzen und mit den Veränderungen in Kuba ergeben sich neue Möglichkeiten und Gefahren für die kubanische Gesellschaft. Es ist daher unabdinglich, die Arbeit derer zu stärken, die von Kuba aus einen kritischen, antikapitalistischen und antiautoritären Blick auf ein System haben, dessen Auswirkungen sich jeden Tag mit zunehmender Deutlichkeit im nationalen Geschehen zeigen.
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Demo gegen Sexismus und Rassismus (12.03.)

Kommt am Samstag, den 12. März 2016 nach Köln!

Aufruf zum bunten, antiautoritären Block, am 12.03.2016 in Köln, anlässlich des globalen Frauentages:

Wir schreiben das Jahr 2016 und finden uns in einer autoritären Gesellschaft wieder, in der die Schlagworte “Solidarität” und “Selbstbestimmung” kaum im alltäglichen Leben vorkommen. Sie erscheinen nur versteckt und abgewandelt in hohlen Phrasen und sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt werden.
Umso mehr lassen sich überall sexistische, rassistische und patriarchale Strukturen erkennen, die verschiedene, miteinander verknüpfte und sich überschneidende Unterdrückungsmechanismen darstellen – auch in dem von uns gelebten Alltag. Dies schränkt die Freiheit und Entfaltung des einzelnen Individuums ein und trägt dazu bei, Herrschaftsstrukturen zu festigen.

We All Can Do It - Anarchy!

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Internationale Erklärung gegen staatliche und religiöse Gewalt

Erklärung der „Internationale der Anarchistischen Föderationen“ vom 29.11.2015:

Das Treffen der IFA in Mailand bekräftigt erneut seine Ablehnung aller Armeen und Kriege. Es sind die Staaten, die jene Waffen verkaufen, mit denen zukünftig Menschen getötet werden. Militärische Interventionen, unabhängig ob direkte oder indirekte, stellen einen der Hauptgründe für die Destabilisierung von Gebieten weltweit (z.B. Lybien, Syrien, Irak, Somalia) dar. Diese Interventionen begünstigen bewaffnete Gruppen, Mafiastrukturen und ausbeuterischen (Menschen-)Handel.

Internationale der Anarchistischen Foederationen

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