Archiv der Kategorie 'Texte'

ANARCHIE IST ANDERS! Ein kritischer Aufruf zur MadPride 2017

Als Anarchist*innen freuen wir uns, dass es mit der MadPride in Köln nun eine jährliche Demonstration „gegen Diskriminierung und Ausgrenzung“ gibt. Auch wir versuchen mit anderen Menschen in freier Vereinbarung und gleichberechtigt „solidarisch zusammenzustehen“.

Doch wir haben auch Kritik an der kommerziellen Ausrichtung des Sommerblut-Kulturfestivals und an einigen Sichtweisen der aufrufenden Organisationen. Trotzdem kritisieren wir das Motto „für Freiheit, Vielfalt und Teilhabe für alle Menschen – unabhängig von Behinderung, ethnischer und sozialer Herkunft, Alter, Geschlecht und sexueller Orientierung.“

Nicht, dass wir diese eigenständigen, sich aber teilweise überschneidenden Ausgrenzungen befürworten würden – im Gegenteil: Wir sehen das Zusammenwirken verschiedener Diskriminierungsformen in einzelnen Person als eine systematische Verflechtung von Unterdrückung und Ausbeutung (Intersektionalität). Daher möchten wir mit unseren Anregungen einige Schritte weiter gehen:

Wer ist denn „verrückt“, wenn der Wahnsinn System hat?
Diese Gesellschaft grenzt abweichendes Verhalten schnell als „krank“, „abartig“ oder „kriminell“ aus.

Wer ist denn „behindert“, wenn sich die Gesellschaft selbst im Weg steht?
Die Institutionen sind es, die jede*n an einer freien Entfaltung hindern.

Wer ist denn „asozial“, wenn der Markt uns zu Konkurrenz und Egoismus zwingt?
Der Kapitalismus verstümmelt unsere Lebensqualität und die Natur.

Lassen wir uns nicht länger an den Rand der Gesellschaft drängen!
Protestieren wir gemeinsam gegen die Vermarktung unserer Körper
und gegen die BeHERRschung unserer Sinne.

Wir schließen uns auch den Forderungen der Antipsychiatrie-Bewegung an:
- Abschaffung von Zwangsbehandlung und Folter!
- Weniger Fixierungen und keine Videoüberwachung!
- Keine Entmündigung durch „Betreuung“!
- Gegen Ausgrenzung und Rassismus!
- Für Selbstorganisation und Selbsthilfe der Betroffenen!
- Für eine Psychiatrie ohne Psychopharmaka!

Außerdem unterstützen wir die feministische Forderung nach einem Recht auf Abtreibung. Aber gleichzeitig kritisieren wir den zunehmenden Einsatz von vorgeburtlichen Untersuchungen (PND), welche die Schwangeren unter extremen gesellschaftlichen Druck setzen, ihren „behinderten“ oder „kranken“ Fötus abzutreiben. Vor allem die Tests der Präimplantationsdiagnostik (PID) versuchen „Erbkrankheiten“ und andere „Anomalien“ auszumerzen.

Dabei wird praktisch die Eugenik angewendet, obwohl dies aus ethisch-politischen Gründen höchst umstritten ist – vor allem im Gedenken an alle Opfer der NS-Euthanasie und der rassistischen Vernichtung von „unwertem Leben“. Aus diesem Grund fordern wir auch für alle Betroffenen ein Recht auf Nicht-Abtreibung!

Ebenso beanspruchen wir ein eigenständiges Recht auf Krankheit! Und entsprechend dem Motto des diesjährigen Sommerblut-Festivals: Ein Recht auf Rausch

Kämpfen wir für ein selbstbestimmtes Leben in Würde für alle und für Selbstverwaltung auf allen Ebenen!

Treffen wir uns am So 21.05. ab 14 Uhr am Bhf. Köln-Ehrenfeld (Stammstraße) bis zum Odonien

Anarchistisches Forum Köln,
http://anarchistischesforumkoeln.blogsport.de/

Wahlboykott 2017

Selbstorganisation statt Parlamentarismus!

Auch bei den Landtags- und Bundestagswahlen 2017 gilt:
Aktiver Wahlboykott!

Statt zur Wahlurne zu gehen:
Raus auf die Straße (oder besetzt leerstehende Häuser…)

Arbeitslose und Arbeiter/innen gemeinsam -
Gegen Kapitalismus und Zwangsdienste!

Organisiert Euch in Selbstverwaltung:
- im Stadtteil
- am Arbeitsplatz
- in Schule oder Uni

Schließt Euch zusammen zu Bezugsgruppen, Vollversammlungen, Syndikaten und Föderationen anstatt in Parteien oder Betriebsräten!

Erhebt Eure Stimme, gebt sie nicht ab!
Keine Macht für Staat und Kapital!

Anarchistisches Forum Köln
anarchistischesforumkoeln.blogsport.de

Links:
http://anarchismus.de/wahlboykott/wahlen.htm,
http://antiwahl.noblogs.org/,
http://www.graswurzel.net/archiv/antiparlamentarismus.shtml,
http://www.projektwerkstatt.de/hoppetosse/antiwahl/,
http://schwarze.katze.dk/doku/wahl.html

Wahlen ändern nichts - sonst werden sie verboten!

Spendet für Anarchist*innen auf Kuba

Spendenkampagne für ein soziales und libertäres Zentrum in Havanna

Aufruf des „Taller Libertario Alfredo López“, die vom 3.-12. Mai schon zum dritten Mal die Aktionswoche „Libertärer Frühling“ vorbereiten:

Nach vielen Jahren öffnen sich die Grenzen und mit den Veränderungen in Kuba ergeben sich neue Möglichkeiten und Gefahren für die kubanische Gesellschaft. Es ist daher unabdinglich, die Arbeit derer zu stärken, die von Kuba aus einen kritischen, antikapitalistischen und antiautoritären Blick auf ein System haben, dessen Auswirkungen sich jeden Tag mit zunehmender Deutlichkeit im nationalen Geschehen zeigen.
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Demo gegen Sexismus und Rassismus (12.03.)

Kommt am Samstag, den 12. März 2016 nach Köln!

Aufruf zum bunten, antiautoritären Block, am 12.03.2016 in Köln, anlässlich des globalen Frauentages:

Wir schreiben das Jahr 2016 und finden uns in einer autoritären Gesellschaft wieder, in der die Schlagworte “Solidarität” und “Selbstbestimmung” kaum im alltäglichen Leben vorkommen. Sie erscheinen nur versteckt und abgewandelt in hohlen Phrasen und sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt werden.
Umso mehr lassen sich überall sexistische, rassistische und patriarchale Strukturen erkennen, die verschiedene, miteinander verknüpfte und sich überschneidende Unterdrückungsmechanismen darstellen – auch in dem von uns gelebten Alltag. Dies schränkt die Freiheit und Entfaltung des einzelnen Individuums ein und trägt dazu bei, Herrschaftsstrukturen zu festigen.

We All Can Do It - Anarchy!

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Internationale Erklärung gegen staatliche und religiöse Gewalt

Erklärung der „Internationale der Anarchistischen Föderationen“ vom 29.11.2015:

Das Treffen der IFA in Mailand bekräftigt erneut seine Ablehnung aller Armeen und Kriege. Es sind die Staaten, die jene Waffen verkaufen, mit denen zukünftig Menschen getötet werden. Militärische Interventionen, unabhängig ob direkte oder indirekte, stellen einen der Hauptgründe für die Destabilisierung von Gebieten weltweit (z.B. Lybien, Syrien, Irak, Somalia) dar. Diese Interventionen begünstigen bewaffnete Gruppen, Mafiastrukturen und ausbeuterischen (Menschen-)Handel.

Internationale der Anarchistischen Foederationen

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Arbeitsrecht-Infos mehrsprachig

„Kenne dein Arbeitsrecht“

Englisch
Arbeitsrecht englisch

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Umsonstflohmarkt

Am 23.08. fand wieder ein kleiner Umsonstflohmarkt in Köln statt, diesmal auf dem Marktplatz an der Berliner Straße im Stadtteil Mülheim. Aufgerufen dazu hatten verschiedene lokale Gruppen, wie Allgemeines Syndikat (FAU-IAA), Anarchistisches Forum, Anarchopazifistische Jugend und Stadtlicher Widerstand.

Umsonstflohmarkt

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Cuba: Amnestie und Diplomatie mit den USA

Über die Freilassung von Gefangenen und die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den Regierungen von Cuba und den USA

Erklärung des „Libertären Ateliers Alfredo López“[1]
(Havana, 19. Dezember 2014)

Taller Libertario Alfredo Lopez (Havanna, Cuba)

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Die soziale Revolution wird türkisch Kurdistan erreichen – früher oder später (Z. Baher)

Im Folgenden berichte ich über meinen Besuch in Nordkurdistan (Türkei) vom 02.-08.11.2014 als Teil einer Delegation aus Großbritannien. Diese wurde organisiert wurde von: Peace in Kurdistan Campaign (PIK), People’s Democratic Party (HDP) und Democratic Society Congress (DTK).

Während der gesamten Reise hatten wir die Möglichkeit viele Organisationen zu treffen, darunter politische Parteien, lokale und regionale Gewerkschaften, die Co-Bürgermeister/innen von Diyarbakır und Suruc, die Koordination der humanitären Flüchtlingshilfe, die Flüchtlingslager, die Dörfer an der Grenze zu Kobane, die Vertreter/innen der Demokratischen Freien Frauenbewegung (DÖKH), die Menschenrechts­organisation IHD, die Vertreter/innen sowohl der Demokratischen Partei der Regionen (DBP), wie auch der Rechtsanwaltsvereinigung Diyarbakır Barosu, sowie die Föderation der Familien von Gefangenen (Tuhad-Fed).

Kurdisches Flüchtlingslager in Suruç, Türkei (2014)

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Köln: Anti-Knast-Demo an Silvester 2014

… alle Jahre wieder …

DIE MAUER MUSS WEG! ZWANGSANSTALTEN SPRENGEN! WIDERSTAND AUFBAUEN!

[Zwei Vögel zerrei�en Stacheldrahtzaun]

Silvester zur Knastmauer? Klar, wie jedes Jahr. Aber diesmal gibts was Besonders: Der Knast in Ossendorf soll bald abgerissen werden. Prima! Das könnten wir ja zusammen mit den Gefangenen feiern! Wenn die Knast­be­trei­ber nicht vorhätten, an der gleichen Stelle einen neuen Knast zu bauen. Und das heißt Reinvestitionen in das Weg­sperrsystem statt Abbau desselben.

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